18.08.2011
Weiteres Investitionsprojekt
der ConTrust GmbH
in Sizilien
Photovoltaik:
Aufdachanlage in Sizilien mit
216,35 kWp
Die Bundesländer, denen die vorgesehene Rücknahme der Einspeisevergütung für Solarstrom zu weit gegangen war und die deshalb den Vermittlungsausschuss angerufen hatten, konnten sich letztlich mit ihren Bedenken (kostet Arbeitsplätze, stoppt den Ausbau der Erneuerbaren Energien) nicht durchsetzen. Einen kleinen Pufferzeitraum mit einer gemäßigten Kürzung war das einzige, was sie erreichen konnten. Bedeutet: ab 1. Oktober gelten die geplanten Kürzungen in vollem Umfang. Im Einzelnen:
Aus volkswirtschaftlichen und „Gerechtigkeits“-Gründen war die Kürzung absolut geboten: Schließlich beträgt der Anteil des Solarstroms innerhalb der erneuerbaren Energieträgern nur 6,2% - der Anteil der Förderung bei der Einspeisevergütung liegt aber bei 24,6% (während übrigens bei Biomasse - rechnet man gewonnene Wärme mit ein - der Energieanteil bei ca. 45%, der Förderungs-Anteil bei 29% liegt). So weit so gut. Aber die Frage muss dennoch erlaubt sein: Wird damit die Investition in Solar-Anlagen unwirtschaftlich?

Aus: DIE WELT 07.07.2010
Wo es zweifellos Ertragseinbußen geben wird, ist in der Solar-Industrie. Die, die nicht rechtzeitig die Fortschritte in der Entwicklung nutzen und durch preisgünstigere Produkte weitergeben konnten, werden jetzt Probleme bekommen. Ansonsten sind es gerade die Lieferanten von Modulen, Gleichrichtern und Peripherie, die dafür sorgen werden, dass auch künftig mit Solarenergie nicht nur der Umwelt gedient, sondern auch Geld verdient wird.
Experten rechnen damit, dass in den nächsten Monaten (auch bei den deutschen Herstellern) die Preise für Module und Anlagen um bis zu 50% fallen werden; die Produzenten aus Fernost bieten bei durchaus vergleichbarer Qualität heute schon zum Teil über 30% günstigere Preise. Kein Wunder, dass unter den zehn größten Herstellern der Welt mittlerweile kein einziger deutscher mehr vertreten ist. Klar auch, dass es neben dem technischen Fort dem technischen Fortschritt dieser Druck des Wettbewerbs sein wird, der zu den Preisabschlägen führen wird. Und diese Preissenkungen sind es denn auch, die maßgeblich dazu beitragen, dass Solar-Energie auch in Zukunft eine ertragssichere Investition bietet. Oder, wie es das Handelsblatt als Headline formulierte: „Rendite des Sonnenstroms bleibt trotz Kürzung zweistellig“. (Gemeint ist die Brutto-Rendite.)
Und wie sieht das bei den mediterranen Anlagen aus? Auch dort gibt es die Bestrebungen, die derzeit noch ausgesprochen hohen Förderungssätze abzusenken. So denkt beispielsweise die italienische Regierung über eine „sanfte Kürzung“ im kommenden Jahr nach – also tendenziell geringer als in Deutschland. Aber auch dort gelten die begleitenden Preissenkungs-Tendenzen im Herstellungs-Bereich, so dasseine Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit hier ebenfalls nicht auftreten wird.
Längerfristig gilt für Süd und Nord: die Entwicklung sowohl auf der Hersteller-Seite einerseits als auch auf dem Energiemarkt andererseits (weiter extrem steigende Energie-Preise) wird dazu führen, dass wahrscheinlich schon zwischen 2015 und 2020 überhaupt keine zusätzliche Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien mehr erforderlich sein wird. Anleger sollten jetzt aber noch die stabilisierende Funktion der staatlichen Garantien nutzen (ob zu 39 oder zu 32 Cent – die „Rendite des Sonnenstroms bleibt … zweistellig“).
Und die Börse sieht das auch so: Die Kurse für die zuletzt arg gebeutelten Solar(Industrie-)Aktien schossen am Dienstag nach Verkündung der Kürzungseschlüsse hoch: SMA-Solar (Gleichrichter-Bau) legten um 25% zu, Solarworld um fünf und Q-Cells um sechs Prozent…
Wichtig auch: Für ConTrust selbstverständlich – Ökonomie vor Ökologie – wenn dann die Ökologie auch noch stimmt, dann ist das genau das, was hier unter Ethischen Energie Investments verstanden wird.