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ERNEUERBARE BALD VOLLVERSORGER
Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien umstellen. Dies ist bereits mit den besten derzeit verfügbaren Techniken möglich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Umweltbundesamtes, über die die Medien in der vergangenen Woche ausführlich berichteten. Voraussetzung dafür sei allerdings eine extrem effiziente Stromnutzung. Die wiederum sei insbesondere durch bessere Gebäudedämmung einerseits sowie durch weitere Erschließung des „Lastmanagementpotentials der Stromnetze“ andererseits zu erreichen.
Ziel: Null-CO2 aus Stromproduktion „Je früher, je entschlossener wir handeln, desto mehr Zeit bleibt für die notwendigen technischen und gesellschaftlichen Anpassungen“ gab Jochen Flasbarth, Präsident des Bundesumweltamtes (UBA), bei der Vorlage der Studie Gas. Deutschland könne so auch seine hohe Importabhängigkeit bei den Primärenergieträgern deutlich reduzieren, wenn der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen werde. Für das Klima besonders wichtig: die Stromerzeugung ist nach Angaben des UBA für mehr als 40% der gesamten deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. „Wenn wir die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95% verringern wollen, müssen wir die Stromversorgung auf Erneuerbare Energien umstellen. Nur so ist es möglich, die Treibhausgasemissionen in der Stromerzeugung auf Null zu senken“, erklärte Flasbarth
Gebäude-FV bringt 40% Schon bis 2020 könnten 40% des europäischen Strombedarfs mit Fotovoltaik an Gebäuden und Fassadenflächen gedeckt werden, rechnet der europäische Photovoltaik-Industrieverband EPIA vor. Mit einer Gesamtfläche von 22.000 Quadratkilometern seien 40% der Gebäudedächer und 15% aller Fassaden in der EU für Fotovoltaik-Anlagen geeignet, so der Verband. Damit könnten 1.500 Gigawatt installiert werden, womit jährlich rund 1.400 Terrawattstunden (TWh) Solarstrom erzeugt werden.
Überwiegend neue EE-Kraftwerke Von 57 auf 62% ist der Anteil der Erneuerbaren Energienan den neu installierten Stromerzeugungskapazitäten in den 27 EU-Staaten im Jahr 2009 gestiegen. Das bringt 17 Gigawatt. Damit wurden im letzten Jahr bereits 19,9% des Gesamt-Elektrizitätsverbrauchs in der Union aus erneuerbaren Energien gedeckt. Der größte Teil entfiel dabei auf Wasserkraft (11,6%), Windkraft (4,2%), Biomasse (3,5%) und Solarenergie 0,4%. (Anmerkung: bei Biomasse wurde nur Stromerzeugung berücksichtigt – da in KWK aber weitere Energien erzeugt werden, liegt bezogen auf Energieproduktion insgesamt BioEnergie vor Windenergie).
Fazit: Das Ziel vom 20%-Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung wird in der EU wahrscheinlich schon im nächsten Jahr erreicht. Die stärksten Zuwächse wird es bei Biomasse und Fotovoltaik geben. Die Entwicklungen der letzten Jahre lassen vor allem eines erkennen: das ist eine einzige Erfolgsstory. Zum Wohle von Investoren, zum Wohle unserer Wirtschaft, zum Wohle von Klima und Umwelt.
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